Jamesonit

Formel:   

Pb4FeSb6S14                                                                                                         (2.HB.15; Jamesonit-Gruppe).

Ausbildung:

monoklines Kristallsystem; blei- bis schwarzgrau, oft bunte Anlauffarben; Metallglanz; meist lange, prismatische bis feinnadelige Kristalle, die parallel der Längsachse (c-Achse) gestreift sind, als überwiegend faserig-verfilzte oder radialstrahlige, büschelige Mineral-Aggregate. Leicht zu verwechseln mit Boulangerite, mit dem es verwachsen sein kann. Jamesonit bildet mit Benavidesit eine Serie.

Entdeckung:   

1758 - Johann Gottlob Lehmanns (= Zundererz, Bergzunder oder Lumpenerz); 1820 - Robert Jameson (= gray antimony); 1824 - Friedrich Mohs (= Axotomer Antimonglanz); 1825 - Wilhelm Karl Haidinger, durch diesen benannt als Jamesonit zu Ehren von Robert Jameson (1774 - 1854), schottischer Naturhistoriker, Mineraloge und Geologe.

Sakharovait - nach der russischen Mineralogin Marina Sergejewna Sacharowa (1917 - 1998), gilt seit 2006 nicht mehr als eigenständiges Mineral, sondern als Varietät von Jamesonit.

Typlokalität: 

UK, England, Cornwall Co., Wadebridge District, St. Endellion.

Geol. Umfeld:

Spätstadium hydrothermaler Vorgänge bei moderaten bis niedrigen Temperaturen, meist als Nebengemengteil in blei-, eisen- und antimonhaltigen Erzgängen.

Seltenheit:

verbreitet                                                                                             (mineralienatlas: 501 / mindat: 951 Lokalitäten; 2026).

 

 

Jamesonit xx auf Quarz

Steinbruch am Kuhberg, Neumühle bei Greiz, Thüringen, BRD

Stufe: 4 x 3 cm

 

 

Jamesonit xx

Detail der links abgebildeten Stufe

Bildbreite: 9,5 mm  



Jamesonit xx auf Quarz

Grube "Neue Hoffnung Gottes", Bräunsdorf bei Freiberg, Sachsen, BRD

Bildbreite: 20 mm

 



wie links
Bildbreite: 7,5 mm


 

Jamesonit xx auf Granulit

Ratssteinbruch Hartmannsdorf, Granulitgebirge, Sachsen, BRD

Stufe: 9,8 x 7,5 cm

 

 


                                                                                                        

Quellen: Sammlung und Fotos Matthias Kahl; allg. Mineralbeschreibung nach Mineralienatlas.de, Mindat.org, Handbook of Mineralogy, DeWikipedia und/oder Lapis-Mineralienmagazin

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