Korund

Formel:   

Al2O3                                                                                                                       (4.CB.05; Korund-Gruppe)

Ausbildung:

trigonales Kristallsystem; Polymorph von Deltalumit u. a.; rot, blau, hellblau, grünlich, gelb, lila, grau; pseudohexagonale, meist lange prismatische oder säulen- bis tonnenförmige oder auch plattig-tafelige Kristalle, auch körnige Aggregate, Rubin ist die rote und Saphir die blaue Farbvarietät des Korundes

Entdeckung:   

Das Mineral ist seit der Antike und über das frühe Mittelalter als Schmuck- bzw. Edelstein und aufgrund seiner Härte "Schmirgel" unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt. 1714 - Woodward (= Corinvindum); der Name Korund würde vom tamilischen குருந்தம் kuruntam abstammen, welches seinerseits mit Sanskrit कुरुविन्द kuruvinda zusammenhängt; in den indischen Sprachen sei damit eigentlich der Rubin gemeint.

Typlokalität: 

Indien, Maharashtra, Distrikt Mumbai (Bombay), Mumbai (Bombay)

Seltenheit:    

verbreitet                                                                                             (Mineralienatlas: 644 / Mindat: 2.991 Lokalitäten; 2024)

 



Saphir xx

Eveslogchorr, Chibiny, Kola-Halbinsel, Murmansk, Russland

 Stufe: 3,5 x 2,3 cm

 



Saphir xx

Detail der links abgebildeten Stufe

 Bildbreite: 4 mm

 

 

Rubin xx

Sivec Marmorsteinbrüche, Prisad, Prilep, Nordmazedonien

 Stufe: 6,4 x 4,7 cm

 

 

Korund (Rubin) in Muskovit

Campolungo, Prato, Quinto, Leventina, Tessin, Schweiz

Bildbreite: 8 mm



Rubin mit gut ausgebildeter Kristallform in einer Matrix aus Dolomit

 mit viel Phlogopit-Glimmer

Ketito, Arusha-Region, Tansania

 Stufe: 9 x 9 cm; Länge des Kristalls: 5 cm  

 

 

 

                                                                                                        

Quellen: Sammlung und Fotos Matthias Kahl; allg. Mineralbeschreibung nach Mineralienatlas.de, Mindat.org, Handbook of Mineralogy, DeWikipedia und/oder Lapis-Mineralienmagazin

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