Gersdorffit

Formel:   

NiAsS                                                                                                                          (2.EB.25; Cobaltit-Gruppe).

Ausbildung:

kubisches Kristallsystem; Polymorph von Orthogersdorffit (zuvor Gersdorffit-PCA21) und Paragersdorffit (zuvor Gersdorffit-PA3); silberweiß bis dunkelgrau; Metallglanz; pyritähnliche, oft oktaedrische, typischerweise gestreifte Kristallformen und auch derbe Massen.

Entdeckung:   

1845 - Alexander Löwe (= wissenschaftliche Erstbeschreibung). Löwe gab dem Mineral den Namen Gersdorffit zu Ehren von Johann Rudolf Ritter von Gersdorff (1781 - 1849), dem ehemaligen Besitzer der Schladminger Grube (Österreich), in der das Mineral von Gersdorff zuerst entdeckt wurde. Im Jahr 1982 beschrieb P. Bayliss drei Polytypen (Gersdorffit-PA3 (Ni(As,S)2, kubisch), Gersdorffit-P213 (NiAsS, kubisch) und Gersdorffit-PCA21 (NiAsS, orthorhombisch). In 2022 wurde der Polytyp Gersdorffite-P213 von der IMA mit der ursprünglichen Bezeichnung Gersdorffit als eigenständiges Mineral anerkannt (Neudefinition durch die IMA).

Arsennickelglanz, Arsennickelkies, Nickelarsenglanz und Nickelarsenkies - sind veraltete bzw. alternative Bezeichungen für das Mineral Gersdorffit.

Typlokalität: 

Österreich, Steiermark, Bezirk Liezen, Ennstal, Schladming, Zinkwand - Vöttern.

Seltenheit:

verbreitet                                                              (mineralienatlas: 69 / mindat: 983 Lokalitäten; 2026 (Angaben ungenau/unsicher wegen Neudefinition in 2022)).

 

 

Gersdorffit xx neben Wismut und Quarz

Stbr. "Hoher Hut", Bösenbrunn, Vogtland, Sachsen, BRD 

Stufe: 3,5 x 3,5 cm

 

Gersdorffit xx

Detail der links abgebildeten Stufe

Bildbreite: 2,5 mm  

 

 

Gersdorffit xx

Ait Ahmane, Bou Azzer, Tazenakht, Quarzazate, Marokko  

Stufe: 12 x 7 cm

 

 

 

Gersdorffit xx 

Ait Ahmane, Bou Azzer, Tazenakht, Quarzazate, Marokko  

Stufe: 9 x 5 cm

 

                                                                                                        

Quellen: Sammlung und Fotos Matthias Kahl; allg. Mineralbeschreibung nach Mineralienatlas.de, Mindat.org, Handbook of Mineralogy, DeWikipedia und/oder Lapis-Mineralienmagazin

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