Florencit-(Ce)

Formel:   

CeAl3(PO4)2(OH)6                                                                                               (8.BL.13; Plumbogummit-Gruppe)

Ausbildung:

triklines Kristallsystem; gelblich, rosa, orangerot bis rot, farblos bis grau; prismatische, auch pseudokubische Kristalle, rundliche Aggregate und Krusten.

Entdeckung:   

1899 - Hussak & Prior. Das Mineral wurde ursprünglich zu Ehren von Dr. Guilherme (William) Florence (1864 - 1942), einem brasilianischen Mineralologen bei der Geographischen und Geologischen Kommission von São Paulo, als Florencit benannt. Florence führte eine vorläufige chemische Untersuchung des Minerals durch. Das Suffix "-(Ce)" wurde 1987 hinzugefügt (Nickel & Mandarino), als Anspielung darauf, dass Cerium das dominante REE in der chemischen Verbindung ist.

Stiepelmannit - ist eine alternative bzw. veraltete Bezeichnung, die teilweise für das Mineral Florencit-(Ce) verwendet wird.

Typlokalität: 

Brasilien, Südosten (Região Sudeste), Bundesstaat Minas Gerais, Diamantina, Mata dos Criolos.

Brasilien, Südosten (Região Sudeste), Bundesstaat Minas Gerais, Ouro Preto, Tripuí (Tripuhy).

Seltenheit:

wenig verbreitet                                                                                     (Mineralienatlas: 69 / Mindat: 98 Lokalitäten; 2026).

 

 

 

Florencit-(Ce) (Stiepelmannit) auf/neben Mikroklin, Albit und Glimmer

Kleine Spitzkoppe, Spitzkoppe-Gebiet, Dâures-Konstituenz, Erongo-Region, Namibia

Stufe: 3,8 x 2,7 cm

 

 

 

roter Florencit-(Ce) (Stiepelmannit) auf Mikroklin

Detail der links abgebildeten Stufe

Bildbreite: 1,7 mm

 

 

                                                                                                        

Quellen: Sammlung und Fotos Matthias Kahl; allg. Mineralbeschreibung nach Mineralienatlas.de, Mindat.org, Handbook of Mineralogy, DeWikipedia und/oder Lapis-Mineralienmagazin

© copyright Matthias Kahl