Chloritoid

Formel:   

(Fe2+,Mg,Mn)2Al4Si2O10(OH)4                                                                           (9.AF.85; Chloritoid-Gruppe).

Ausbildung:

triklines, monoklines oder trigonales Kristallsystem; drei Polytypen von Chloritoid: monoklin: Chloritoid-2M, triklin: Chloritoid-1A, trigonal: Chloritoid-3T. Der Polytyp -1A entspricht vermutlich dem Original Chloritoid. Dunkelgrün, grüngrau bis fast schwarz. Chloritoid bildet meist dünne bis dicke, blättrige Plättchen bzw. grobblättrige Kristallaggregate mit gekrümmten oder gebogenen Kristallblättern oder massive Aggregate. Chloritoid kann mit Chlorit, Stilpnomelan und grünlichem Biotit verwechselt werden.

Entdeckung:   

1832 - Karl Gustav Fiedler (Typbeschreibung, als Chloritspath); von diesem wurde das Mineral während einer Studienreise in den Ural, Russland, entdeckt. 1835 - August Breithaupt; dieser bezeichnete in seiner Abhandlung Neue specifische Gewichte von Mineralien und anderen Körpern das neue Mineral als „Fiedler’s Chloritoid“ und benannte es in Chloritoid um. Der Name Chloritoid bezieht sich auf die visuelle Ähnlichkeit mit anderen Chloritgruppen-Mineralien.

Typlokalität: 

Russland, Föderationskreis Ural, Oblast Swerdlowsk (Sverdlovskaya, Sverdlovsk), Jekaterinburg, Kosoi Brod, Mramorskii Zavod.

Seltenheit:    

wenig verbreitet                                                                                   (mineralienatlas: 165 / mindat: 489 Lokalitäten; 2026).

 



Chloritoid

Grubependity-See-Karque, Grubependity-See, Maldynyrd-Gebirge,

Kozhim-Flussbecken, Komi-Republik, Russland

Stufe: 5,3 x 4,3 cm

 

 

 

                                                                                                        

Quellen: Sammlung und Fotos Matthias Kahl; allg. Mineralbeschreibung nach Mineralienatlas.de, Mindat.org, Handbook of Mineralogy, DeWikipedia und/oder Lapis-Mineralienmagazin

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